{"id":123,"date":"2024-01-23T12:52:46","date_gmt":"2024-01-23T11:52:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/?p=123"},"modified":"2024-01-24T12:58:32","modified_gmt":"2024-01-24T11:58:32","slug":"die-wilderer-sind-mitten-unter-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/?p=123","title":{"rendered":"Die Wilderer sind mitten unter uns"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Beitrag von: Der Postillion Informationsblatt des Volksmusikvereins Verein f\u00fcr bairische Kultur e.V.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:85%\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.wilderer-shop.de\/T-Shirt--Raeuber-Heigl---die-Rote-Res.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Wilderer-1-730x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-127\" srcset=\"https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Wilderer-1-730x1024.jpg 730w, https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Wilderer-1-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Wilderer-1-768x1077.jpg 768w, https:\/\/www.wilderer-shop.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Wilderer-1.jpg 909w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns are-vertically-aligned-center is-layout-flex wp-container-core-columns-layout-2 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>Der Postillion&nbsp;<\/strong>Januar 2024&nbsp;<strong>Die Wilderer sind mitten unter uns (1. Teil)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle kennen die Lieder und Geschichten der R\u00e4uber und Wilderer oder wenigstens die Namen von Georg Jennerwein, Matthias Klostermayr, bekannt als der Bayerische Hiasl, von Matthias Knei\u00dfl, vom R\u00e4u- ber Heigl und vom Bibra. Im Liederbuch des oberbayerischen Volksliedsammlers Kiem Pauli taucht noch eine weitere Reihe von Wildsch\u00fctzen auf, so Andre` Trischberger aus Gai\u00dfach bei T\u00f6lz oder Thomas Wasensteiner. Auch von durchziehenden Heeren und Besatzern wurde gewildert, bis die W\u00e4lder leergeschossen waren, ganz gleich ob es Schweden, \u00d6sterreicher, Franzosen oder Amerikaner waren. In den Gerichtsakten zwischen 1800 und 1914, gibt es sehr viele, heute unbekannte F\u00e4lle von Wilderei und Morden. Die meisten der Wilddiebe, haben nicht aus purer Leidenschaft Wild geschossen, sondern aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Notlagen heraus, in die sie, aber oft von der Gesellschaft getrieben wurden. Aber es sind ihre Geschichten die uns immer wieder faszinieren. Ihr Auflehnen gegen die Vorschriften und die Schneid der Obrigkeit zu trotzen, erzeugt eine gewisse Bewunderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gesamten Alpenraum gab und gibt es auch heute noch, immer wieder Nachrichten \u00fcber Wilderei.<\/p>\n\n\n\n<p>In Molln, dem Ort in Ober\u00f6sterreich, der eigentlich durch Stimmzungen- und Maul- trommelerzeugung bekannt geworden ist, gibt es ein Wilderermuseum. Kurz nach dem ersten Weltkrieg gingen viele Burschen des Ortes, zumeist Kriegsheimkehrer, in Grup- pen zum Wildpratschie\u00dfen, in die Besit- zungen des Grafen Lamberg. Als 1919 ein gr\u00e4flicher F\u00f6rster ermordet wurde, veran- lasste das die Gendarmerie, f\u00fcnf von ihnen obligatorisch, ohne Beweise festzunehmen. Ihre Kameraden befreiten sie unblutig und feierten das mit ihnen im Mollner Gasthaus Doleschal. W\u00e4hrenddessen wurde das Gast- haus von den Gendarmen umstellt und die Wildsch\u00fctzen wurden aufgefordert sich<\/p>\n\n\n\n<p>verhaften zu lassen. Sie leisteten Wider- stand und obwohl sie unbewaffnet waren, wurden 3 Wildsch\u00fctzen get\u00f6tet. Ein vierter wurde am fr\u00fchen Morgen in seiner Woh- nung im Bett mit dem Bajonett erstochen. An die 3000 Personen nahmen am Begr\u00e4b- nis der toten Wilderer teil, darunter viele politisch engagierte Arbeiter aus den Fa briken, die gegen die menschenverachten- de Vorgehensweise der Gendarmerie streik- ten. Auch die Zeitungen beklagten sich \u00fcber das brutale Vorgehen. Der komman- dierende Offizier wurde in der Stadt Steyr, sogar mit Steinen beworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Wilderer Museum Molln<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Wildererschlacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer hat schon vom Wilderer Glocks Maxl aus dem Bayerischen Wald geh\u00f6rt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Maxl soll sein sauberes Handwerk mit seinen Kameraden jahrelang betrieben haben, bis er wegen Mordversuchs an einem Grenzer 10 Jahre Zuchthaus, und vom Landgericht Passau 3 Jahre Gef\u00e4ngnis wegen Wilderns erhielt. Bereits nach 9 Monaten ist er an Auszehrung gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutscher J\u00e4ger 1898<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bergbauernkind mit Jagdleidenschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil ihr der Zugang zum Beruf des Jagdkirch in Vorarlberg in den 1970er Jahren aufsehers verwehrt wurde, entschloss sich Wilddiebin zu werden.<br>Annemarie Rudigier aus Gaschurn\/Feld<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wilderer, R\u00e4uber, M\u00f6rder<br><\/strong><strong>Der Wilderer Sepp Sattler von Deichselberg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Josef Sattler, geb. 1830 in Hart bei Tiefenbach im Lkrs. Passau, aufgewachsen in H\u00f6bersdorf bei Ottenkirchen auf dem Hof seiner Eltern. Der Vater ist leidenschaftlicher J\u00e4ger. 1857 steht Josef das erste Mal vor Gericht wegen K\u00f6rperverletzung mit Todesfolge, infolge einer Rauferei. Die Strafe betr\u00e4gt 2 Jahre Arbeitshaus in M\u00fcnchen. Ab 1858 gilt Wirtshausverbot in den Landgerichten Passau I und II, sowie in Vilshofen, f\u00fcr ihn und zwei Freunde. 1860 zweite Verurteilung gegen den Sepp, wegen Widersetzung, K\u00f6rperverletzung und Jagdfrevel. Urteil: 8 Jahre Arbeitshaus. Zudem musste er die Gerichtskosten und die Alimente f\u00fcr 3 uneheliche Kinder zahlen. 1867 verkauft der Vater das Anwesen und zieht nach Deichselberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Wildern mit 2 Kumpanen im Neuburger Wald, schoss der Sepp einen Polizisten an. Abb\u00fc\u00dfung in Rebdorf\/Mfr. Von dort ent- kommt er 1861, wird aber bald wieder eingefangen. 1871, Anklage wegen Jagdfrevel, 4 Monate Gef\u00e4ngnis. 1874 Jagdfrevel und Widerstand, 3 Jahre Gef\u00e4ngnis. Juni 1877, Jagdfrevel, versuchte Morde an 2 Gendarmen, er flieht aus dem Gef\u00e4ngnis. Oktober 1877, Heidreuth, Gemeinde Tiefenbach, Ermordung des Gendarmen Michael Heisinger. 1878, Ermordung des Gendarmen Sebastian Sch\u00fctz, dabei wird er selbst erschossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft hatte er R\u00fcckendeckung durch die Bev\u00f6lkerung. Einmal soll er sich in einem Odelfass versteckt haben, mit dem der Bauer ausfuhr und so den Verfolgern entkommen sein. Ab Oktober 1877 werden die Gendarmen in den Ortschaften aufgestockt, die Belohnung zur Ergreifung, von 150 auf 300 Mark verdoppelt. Neben Liniensoldaten (J\u00e4ger), werden zur Verst\u00e4rkung auch m\u00e4nnliche Einwohner der jeweiligen Gemeinden durch beh\u00f6rdliche Anordnung hinzugezogen. Diese wurden bewaffnet und mussten Streife gehen. Nach dem ersten Polizistenmord, schwindet der R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>1878 hatte ein H\u00e4usler den Gendarmen einen Tipp gegeben und der Sepp wird im Stadel des Bauern Rauscher gestellt. Zwei Gendarmen, Sch\u00fctz und Hader, gingen von 2 Seiten auf den Stadel zu. Sattler feuerte auf Hader, ohne zu treffen. 2 Minuten sp\u00e4ter schie\u00dft Sattler auf Sch\u00fctz, der sich zu nahe an den Stadel gewagt hatte, dabei wurde er t\u00f6dlich in den Hals getroffen. Hader war nun allein, lief aber 1 Stunde fortw\u00e4hrend um den Stadel, um die 3 Ausg\u00e4nge zu kontrollieren. In dieser Zeit wurde er laufend von Sattler beschossen. Dann trafen 2 weitere Gendarmen ein, gegen 20 Uhr dann 20 Mann des 9. J\u00e4gerbattallions aus Passau. Im ersten Tageslicht st\u00fcrmten sie den Stadel. Man fand Sattler kniend und das Gewehr in den H\u00e4nden mit einem Schuss durch den Hals, tot auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.gemeinde-tiefenbach.de\/wir-in-tiefenbach\/ein-blick-zurueck\/geschichten-aus-tiefenbach\">https:\/\/www.gemeinde-tiefenbach.de\/wir-in-tiefenbach\/ein-blick-zurueck\/geschichten-aus-tiefenbach<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Meldungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2013 in Nieder\u00f6sterreich erschie\u00dft ein Wilderer 2020 in Falkenberg bei Eggenfelden findet derer 3 Polizisten und 1 Sanit\u00e4ter. ein J\u00e4ger ein angeschossenes Reh.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In unserer Umgebung gab und gibt es sie auch&nbsp;<\/strong><strong>Gretlm\u00fchle bei Landshut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Etwa ab dem Jahr 1890 wurde von staatlicher Seite in Bayern die Isar korrigiert, das hei\u00dft, die bis dahin in vielen hundert Seitenarmen und Ver\u00e4stelungen flie\u00dfende Isar, wurde bautechnisch auf ein Hauptflussbett, zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Nur bei Hochwasser wurden diese Nebenarme noch \u00fcberflutet (sogenannte Altern). 1892 entstand in Gretlm\u00fchle, nord\u00f6stlich von Landshut ein Gasthaus, denn die Wasserbauer mussten verpflegt werden. Zuerst gab es nur eine Genehmigung f\u00fcr Bierausschank an die Ar- beiter. 1898 beantragt der Besitzer Lorenz S\u00e4umel, eine uneingeschr\u00e4nkte Konzession, die abgelehnt wird, weil er sich nicht an die Vorschriften gehalten habe. Er habe Bier und Brotzeit an jeden einkehrenden Gast, auch an Sonn- und Feiertagen verabreicht, wie wenn er bereits eine \u00f6ffentliche Wirtschaftskonzession besitzen w\u00fcrde. Ebenfalls sei die Polizeistunde nicht eingehalten worden. Darum sei er mehrfach angezeigt und auch bestraft worden. Weil bereits 3 Wirtsh\u00e4user in der Gemeinde vor- handen sind und sein Anwesen abseits von jedem Verkehr liege und nur von wenigen weiteren Anwesen umgeben ist. Dadurch liege die Gefahr nahe, dass gewisse Leute dasselbe aufsuchen um in ihrer Weise der Z\u00fcgellosigkeit und Ungebundenheit fr\u00f6nen zu k\u00f6nnen. 1902 ist dann doch diese Genehmigung erteilt worden. Sogar eine Kegelbahn gibt es bereits. 1898 wird aber noch eine Seilf\u00e4hre \u00fcber die Isar nach Alt- heim genehmigt, mit der Auflage u. a. keine Holz- und Wildfrevler zu bef\u00f6rdern. Die G\u00e4ste sind, neben den Einheimischen, F\u00e4hrenbenutzer und Wasserbauer, Fischer, J\u00e4ger und Forstarbeiter, sp\u00e4ter Naturfreunde und Ausfl\u00fcgler aus Landshut. Auf der Speisekarte stehen u. a. selbsthergestelltes Geselch- tes im Winter, sowie frische Fische. Der Wirt besa\u00df einen unverw\u00fcstlichen Humor, konnte Zugharmonika spielen und singen. Etwa ab 1925 war er Jagdp\u00e4chter der Gemeinde. Einen m\u00e4chtigen Seeadler, der lange Zeit als Pr\u00e4parat in der Gaststube hing, hat er erlegt. Nun gab es aber zunehmend Wilddiebe, die besonders aus jungen Burschen der umliegenden Bauernh\u00f6fe bestanden und sich im Revier bemerkbar machten. Sie sollen den Plan gefasst haben, den Lenz zu erschie\u00dfen. Der J\u00fcngste von ihnen (17 Jahre) wurde mit dieser Aufgabe betraut. Mit ein paar Sch\u00fcssen wurde der Lenz herbeigelockt, der den Sch\u00fctzen in den dichten Auwald hinein verfolgte. Der Wilderer versuchte den Lenz in die Enge zu treiben, geriet dabei aber selbst in einem ehemaligen Nebenarm der Isar in ein Sumpfloch, in dem er schlie\u00dflich stecken blieb. Als er vom Lenz festgenommen wurde, gestand er seine Mordabsicht. Vor Gericht verriet er seine Komplizen und wurde bestraft. Zeitzeugen sagten aus, dass er im 2. Weltkrieg als Deserteur von der Wehrmacht erschossen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Frauenberger Heimatbuch<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gump und Gansw\u00fcrger treiben von Anfang der 1870er Jahre ihr Unwesen,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>vom Donaumoos bis Wolnzach, Mainburg und Geisenfeld. In einem kleinen Geh\u00f6lz bei Meilenhofen n\u00e4he Mainburg, dort war gerade Viehmarkt, fordern sie zu dritt drei Landleute auf, die mit 400 Gulden unter- wegs sind um Vieh einzukaufen, ihnen ihr Geld abzugeben. Als die sich wehren, erschie\u00dfen sie sofort zwei von ihnen. Auf den Knien bittet der dritte um sein Leben. Gump wollte auch ihn Ferdinand Gump\u00a0erschie\u00dfen, Gansw\u00fcrger sagte jedoch zu Gump, \u201eEs ist genug, es langt schon f\u00fcr heute\u201c und sie lie\u00dfen ihn laufen. Der dritte R\u00e4uber wurde nicht erkannt. Nach ein paar Wochen wurde im gleichen Geh\u00f6lz der verweste Leichnam eines erschossenen Mannes gefunden, auf den die Beschreibung des T\u00e4ters passte. Man vermutete, die R\u00e4uber h\u00e4tten sich bei der Aufteilung der Beute zerstritten und dabei ihren Kumpan erschossen. Bei sp\u00e4teren Straftaten wurde auch der dritte R\u00e4uber nicht mehr gesehen. Als die Gendar-merie verdreifacht wurde um sie aufzusp\u00fcren, hatten sie unter anderem gerade einen Unterschlupf in Karlskron im Donaumoos bei einem Kr\u00e4mer. Als dieser zur Streife ins Aufgebot berufen wurde und darum abwe- send war, erschoss der allein anwesende Gansw\u00fcrger die Frau des Kr\u00e4mers, nachdem er sie vorher missbraucht hatte. Er legte sie auf den Misthaufen mit einem Zettel auf der Brust, auf dem geschrieben stand, es sei ihr so geschehen, weil sie ihre Freunde an die Gendarmerie verraten habe. Gansw\u00fcrger floh mit Gump nach Manching, dort trafen sie einen befreundeten, gerade am Fluss Paar seinen Beruf aus\u00fcbenden und in schlechtem Ruf stehenden Fischer und n\u00f6tigten ihm einen Sack Fische ab. Kurz darauf h\u00f6rte dieser einen Schuss und lautes Jammergeschrei und dann noch einen Schuss, worauf es wieder still wurde. Am Tag darauf fand man den erschossenen Gansw\u00fcrger an einer Br\u00fccke mit einem Schrotschuss im R\u00fccken und einem zweiten, der ihm durch Schl\u00e4fe und Gehirn gedrungen war. Gump verbarg sich in einem H\u00e4usl bei Reichertshofen. Der Gendarmeriekomandant von Hohenwart erhielt davon Kenntnis, wartete aber die Ankunft der \u00fcbrigen Gendarmen nicht ab und wollte den Eingang st\u00fcrmen. Eine Revolverkugel, von Gump abgefeuert, traf ihn durch die Lunge. Er verstarb schwerverwundet im Milit\u00e4rhospital in Ingolstadt. Gump wurde bald darauf in Wolnzach, beim Versuch sich Lebensmittel zu kaufen, erkannt und von einem kr\u00e4ftigen Bindergesellen so heftig zu Boden geworfen, dass er gebunden werden konnte. In der Fronfeste M\u00fcnchen starb er 1873 an Lungensucht = Tuberkulose.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Tat in Meilenhofen, waren in k\u00fcrzester Zeit alle Waffengesch\u00e4fte in weiter Umgebung leergekauft. Die Bande \u00fcberf\u00e4llt u.a. am helllichten Tag das Postamt in Pfeffenhausen, das sich damals in der Brauerei zur Post befindet. Sie fesseln den Expeditor und pl\u00fcndern die Kasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Heimatbuch Pfeffenhausen, Konrad Fahm\u00fcller<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 Toni Meier<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten der Wilddiebe, haben nicht aus purer Leidenschaft Wild geschossen, sondern aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Notlagen heraus, in die sie, aber oft von der Gesellschaft getrieben wurden. Aber es sind ihre Geschichten die uns immer wieder faszinieren. 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